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Aus Wettbewerbsfrage wird App-Idee

Ein Schülerteam des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach entwickelt bei YES! Traddiction, eine App für weniger Handyzeit und mehr echte Erlebnisse.

Team Traddiction: Klasse Ideen

Weniger scrollen, mehr leben“: Aus einer YES!-Wettbewerbsfrage entwickelte das Schülerteam Traddiction. Die App soll weniger Bildschirmzeit mit neuen Erlebnissen verbinden. Foto: Young Economic Solutions YES!

Eine App, die dabei helfen soll, weniger Zeit am Handy zu verbringen – und dafür sorgen möchte, dass Jugendliche wieder mehr erleben? Genau diese Idee haben Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Röthenbach im Wirtschaftsunterricht der 11. Klasse entwickelt. Entstanden ist Traddiction im Rahmen des YES!-Wettbewerbs. Mehr über das Team und seine Idee gibt es im Steckbrief Team Traddiction.

Beim Regionalfinale Süd-Ost in München überzeugte das Team besonders seine eigene Zielgruppe und erreichte die höchste Punktzahl in der Schülerwertung. Im Gespräch erzählen die Schülerinnen und Schüler, wie aus einer Wettbewerbsfrage ihre Idee entstand, warum sie auf Belohnungen setzen und was sie dabei über das Entwickeln einer eigenen Idee gelernt haben.


Wie seid ihr auf die Idee für die App Traddiction gekommen?

Die Idee ist im Rahmen des YES!-Wettbewerbs entstanden. Unsere Themenfrage lautete: „Weniger scrollen, mehr leben. Wie bekommen wir unsere Bildschirmzeit in den Griff?“ Dabei haben wir schnell gemerkt, dass das Thema auch uns selbst betrifft. Die Idee für das Belohnungssystem kam aus dem Team: Eine von uns spart zum Beispiel sehr gerne und weiß, dass sie Belohnungen motivieren. Daraus entstand der Gedanke: Warum sollte man nicht auch für weniger Zeit am Handy belohnt werden? Gemeinsam mit unserer Klasse haben wir diese Idee weitergesponnen und daraus unser Konzept für Traddiction entwickelt.


Nun gibt es bereits Apps, die Bildschirmzeit messen. Was macht Traddiction anders – und welchen Mehrwert bietet eure Idee?

Wir wollten nicht einfach eine weitere App entwickeln, die sagt: „Du hast zu viel Zeit am Handy verbracht.“ Viele Jugendliche wissen das selbst. Die eigentliche Frage ist doch: Was mache ich stattdessen? Genau dafür haben wir Traddiction entwickelt. Wer weniger Zeit am Handy verbringt, kann Punkte sammeln und sie gegen Gutscheine für Cafés, Sportangebote oder andere Aktivitäten eintauschen. So wird aus „Handy weg“ direkt ein „Was mache ich jetzt?“. Davon können auch lokale Unternehmen profitieren, die Jugendliche mit ihren Angeboten wieder stärker erreichen.


Wie hat sich eure Idee im Laufe des Wettbewerbs verändert – und welche Rolle spielte dabei das Feedback eurer Partner?

Die Grundidee ist gleich geblieben, aber wir haben sie immer weiter verfeinert. Vor allem beim Punktesystem haben wir viel ausprobiert und überlegt, was Jugendliche wirklich motiviert, langfristig dabei zu bleiben. Das Feedback unserer Partner war dabei sehr hilfreich. Sie haben uns zum Beispiel darauf aufmerksam gemacht, dass es bereits viele Apps gibt, die die Bildschirmzeit reduzieren sollen. Dadurch haben wir noch einmal genauer geschaut: Was können wir anders machen? Gleichzeitig haben wir die Idee immer wieder gemeinsam in der Klasse weiterentwickelt.


Was habt ihr durch die Arbeit an Traddiction gelernt, das ihr so im normalen Unterricht vielleicht nicht erlebt hättet?

Für uns war es neu, eine eigene Idee nicht nur theoretisch zu entwickeln, sondern sie über ein halbes Jahr wirklich zu verfolgen und selbst dafür verantwortlich zu sein, dass daraus etwas Rundes entsteht. Wir haben uns vieles eigenständig erarbeitet und dabei ganz unterschiedliche Aufgaben übernommen – zum Beispiel einen Klickdummy mithilfe von KI zu entwickeln oder unsere Idee vor anderen zu präsentieren. Gerade diese Präsentationen waren eine besondere Erfahrung: Zehn Minuten lang Fragen zu beantworten, die teilweise sehr detailliert und wissenschaftlich waren, war zunächst aufregend. Aber man merkt dabei auch, dass man solche Situationen schaffen kann und geht danach viel selbstbewusster an die nächste Herausforderung heran.


Worauf seid ihr im Rückblick besonders stolz?

Darauf, dass wir unsere Idee so weit entwickelt haben, dass sie tatsächlich auf Interesse stößt. Wir haben bereits mehrere Unternehmen gefunden, die uns unterstützen würden – zum Beispiel einen großen Trampolinpark und eine Fahrschule. Das hat uns gezeigt, dass unser Konzept auch für potenzielle Partner interessant ist. Und besonders gefreut hat uns, dass wir bei der Bewertung durch die anderen Schülerteams sehr gut abgeschnitten haben. Das zeigt uns, dass unsere Idee auch bei unserer eigenen Zielgruppe ankommt. Wir sind einfach stolz darauf, aus einer ersten Idee in einem halben Jahr etwas entwickelt zu haben, das wirklich Sinn ergibt.


 

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