Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Gründen fest verankert im Stundenplan

Wie ein Augsburger Gymnasium Entrepreneurship Education im Stundenplan verankert – mit mebis-Kurs, KI-Feedback und echten Gründungspartnern

Lehrkraft Andreas bringt Gründung in den Unterricht: Am Jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg ist Entrepreneurship Education fest im Stundenplan verankert – mit mebis-Kurs, KI-Unterstützung und echten Partnern aus der Gründungspraxis.

Entrepreneurship Education gehört für Andreas Horn zum Kern zeitgemäßen Unterrichts: Am Städtischen Jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg unterrichtet er Wirtschaft und Recht, Geographie sowie Wirtschaftsinformatik und treibt als Fachschaftsleiter und Koordinator für berufliche Orientierung die Gründungsbildung systematisch voran.
Mit dem von ihm entwickelten mebis-Kurs „Startup – Entwickeln eines Geschäftsmodells“ hat der engagierte Lehrer ein curricular angebundenes Projekt geschaffen, das Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 9 Schritt für Schritt durch eine Unternehmensgründung begleitet, unterstützt durch den KI-Assistenten „Max Mentor“. Im Interview erklärt Andreas Horn, wie der Rollenwechsel im Unterricht gelingt und warum Unternehmertum junge Menschen besonders wirksam ins Lernen bringt.


Sie engagieren sich seit vielen Jahren als JUNIOR Schulpate. Was überzeugt Sie an diesem Format?

JUNIOR ist bei uns seit rund zehn Jahren fester Bestandteil der 11. Jahrgangsstufe. Das Besondere ist: Die Schülerinnen und Schüler wenden wirtschaftliche Inhalte unmittelbar an. Sie gründen echte Schülerfirmen, entwickeln Produkte, verwalten Geld und treffen Entscheidungen. Themen wie Marketing, Finanzen, Teamarbeit oder Unternehmensführung werden dadurch greifbar. Wettbewerbe wie der Landesentscheid bieten zusätzliche Motivation, weil die Teams ihre Ideen präsentieren und sich mit anderen messen können. Das gibt dem Lernen einen echten Zweck.


Wie ist das Thema Entrepreneurship Education an Ihrer Schule im Unterricht verankert?

Nicht als Einzelprojekt, sondern als durchgängiges Konzept. In Bayern ist das Thema Gründen bereits in der 9. und 10. Jahrgangsstufe curricular am Gymnasium verankert. In diesen Klassen entwickeln die Schülerinnen und Schüler erste Geschäftsmodelle. In der 11. folgt mit JUNIOR die Praxisphase.

Wichtig ist dabei unser starkes lokales Netzwerk: das Funkenwerk – die Gründerwerkstatt der Technischen Hochschule Augsburg –  das DZS Digitales Zentrum Schwaben und die Stadt Augsburg. Diese Partner geben Feedback, begleiten Pitches und bringen echte Gründungspraxis in die Schule. Die Teams arbeiten selbstständig; ich unterstütze als Tutor im Hintergrund.

 

Wie hilft Ihr mebis-Kurs, diesen Rollenwechsel im Unterricht umzusetzen?

Der Kurs bildet das Rückgrat der Projektarbeit. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten darin Schritt für Schritt alle Phasen einer Gründung durch – strukturiert, curricular angebunden und im eigenen Tempo. Ich steuere nicht mehr jede Stunde, sondern begleite die Teams mit Feedback und Impulsen.

Dazu kommt „Max Mentor“, ein KI-Chatbot, der datenschutzkonform arbeitet und gezielt Rückmeldungen gibt. Gerade bei vielen Gruppen parallel ist das eine enorme Entlastung und die Jugendlichen bekommen auch außerhalb des Unterrichts sofort hilfreiches Feedback.


Was bewirkt dieser Rollenwechsel bei den Schülerinnen und Schülern?

Man sieht sehr schnell Selbstwirksamkeit. Die Jugendlichen erleben, dass ihre Ideen zählen, sie bekommen Rückmeldungen von außen und entwickeln echte Begeisterung für ihr Projekt. Gleichzeitig werden unterschiedliche Stärken sichtbar: Manche glänzen in der Analyse, andere im Design, im Marketing oder im Präsentieren. Wie in einem echten Start-up findet jede und jeder eine Rolle. Das stärkt nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Selbstvertrauen und Berufsorientierung.


Was raten Sie Kolleginnen und Kollegen, die Entrepreneurship Education einführen möchten?

Gebt den Schülerinnen und Schülern Raum für ihre eigenen Ideen und haltet euch bewusst zurück. Auch vermeintlich unrealistische Ideen sind wertvoll, weil die Jugendlichen lernen, dafür einzustehen und sie weiterzuentwickeln.
Projektorientiertes Arbeiten ist der Schlüssel: Am Ende steht etwas Konkretes – ein Geschäftsmodell, ein Pitch, ein Produkt. Das macht stolz und bleibt im Kopf. Mein Fazit: Traut euch. Entrepreneurship Education verändert die Lernatmosphäre und den Blick auf die Schülerinnen und Schüler.


Über die mebis-Plattform und den Kurs „Startup – Entwickeln eines Geschäftsmodells“

mebis teachshare ist eine Plattform für digitale Unterrichtskurse. Hier können Lehrkräfte in Bayern Kurse einstellen, kopieren, an ihren Unterricht anpassen und weiterentwickeln.

Der Kurs „Startup – Entwickeln eines Geschäftsmodells“ ist ein curricular angebundener Projektkurs zur Gründungsbildung ab Jahrgangsstufe 9. Auf Basis des bayerischen Lehrplans Wirtschaft und Recht entwickeln Schülerinnen und Schüler in Teams über mehrere Wochen ein eigenes Geschäftsmodell – von der Idee bis zum Pitch. Sie arbeiten selbstständig in der mebis-Lernplattform, unterstützt durch den KI-Assistenten „Max Mentor“, der gezieltes Feedback gibt. Die Lehrkraft begleitet als Tutor.

Newsletter bestellen

Bleiben Sie informiert über neue Angebote, Projekte, Lehrerfortbildungen und neue Erkenntnisse zu Entrepreneurship Education. Der Newsletter erscheint 4x im Jahr. Jetzt anmelden