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Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand: Bildung beginnt in der Schule

Netzwerktreffen zum Aktionsplan: Wie schulische Gründungsbildung Mädchen früh für unternehmerische Wege gewinnen kann.

Wie kommen mehr Frauen zum Gründen und Übernehmen? Darum ging es beim 10. Netzwerktreffen des Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ – mit Perspektiven aus Bildung, Wirtschaft und Politik. Foto: BMWE, Anja Blumentritt

Wer übernimmt morgen die Unternehmen von heute? Bis 2030 suchen etwa 186.000 Unternehmen eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger. Zugleich sind Frauen bei Unternehmensübernahmen bislang deutlich unterrepräsentiert. Umso wichtiger ist es, Mädchen und junge Frauen früh für Gründung und Selbständigkeit zu begeistern. Wie das gelingen kann, war Thema beim 10. Netzwerktreffen des Aktionsplans „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Gründung in school stellte das Netzwerk und seine Angebote vor. Gemeinsam mit dem Projekt youstartN von der Stiftung Bildung und weiteren Vertreterinnen und Vertretern aus den Mitgliedsinitiativen – darunter die Initiative FRAUEN unternehmen, DIHK und Wirtschaftsjunioren Deutschland – stand eine Frage im Raum: Wie kommen Mädchen und junge Frauen schon in der Schule mit Wirtschaft und Gründung in Berührung – unabhängig von Schulform und Wohnort?


Früh anfangen, Chancen eröffnen

Der Aktionsplan setzt an mehreren Stellen an: Er will Unternehmensnachfolgen erleichtern, Unternehmerinnen sichtbarer machen und Mädchen und Frauen neue Perspektiven eröffnen – unter anderem im Handwerk, in MINT-Berufen und in der Selbstständigkeit. Auch Schulen spielen dabei eine wichtige Rolle: Junge Menschen sollen früh erfahren, welche Möglichkeiten unternehmerisches Denken und Handeln bietet.

Hier kommen die Angebote aus dem Netzwerk Gründung in school ins Spiel. Sie holen Wirtschaft ins Klassenzimmer und machen aus Ideen konkrete Vorhaben: Junge Menschen entwickeln eigene Projekte, probieren sich aus und erleben, was es heißt, etwas auf die Beine zu stellen. Beim Netzwerktreffen setzten Wilke Ziemann von Gründung in school und Lisa Scheddin vom Projekt youstartN der Stiftung Bildung einen besonderen Akzent: Wie erreicht man Mädchen und junge Frauen auch dort, wo Gründungsangebote weniger präsent sind? Gerade in ländlichen Regionen können frühe Einblicke und praktische Erfahrungen neue Perspektiven eröffnen.


Gemeinsam mehr bewegen

Ob aus einer Idee ein konkretes Vorhaben wird, hängt auch davon ab, wer junge Menschen dabei begleitet. Lehrkräfte, Schulen, Wirtschaft, Kammern und Bildungsinitiativen können unterschiedliche Zugänge eröffnen. Unternehmerinnen als Vorbilder machen zusätzlich greifbar, was Selbstständigkeit bedeuten kann – ob mit einer eigenen Gründung oder durch die Übernahme eines bestehenden Unternehmens.

Im Netzwerk Gründung in school bringen mehr als 30 Mitgliedsinitiativen ihre Angebote, Erfahrungen und Kontakte zusammen. Der Austausch mit weiteren Akteuren zeigt, wie wichtig solche Verbindungen sind, wenn unternehmerische Perspektiven schon früh sichtbar werden sollen.


Über den Aktionsplan

Der Aktionsplan „Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand“ bündelt Maßnahmen von Bundes- und Landesministerien, Wirtschaftsverbänden, Netzwerken, Finanzierungsinstitutionen und wissenschaftlichen Instituten. Initiiert wurde er vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Die aktualisierte Fassung vom 6. März 2026 verfolgt vier zentrale Ziele: bessere Finanzierungsmöglichkeiten für Gründerinnen, mehr Gründungen und Unternehmensnachfolgen durch Frauen, mehr Sichtbarkeit für Unternehmerinnen sowie neue berufliche Perspektiven für Mädchen und Frauen – insbesondere im Handwerk und in MINT-Berufen. Zu den Schwerpunkten gehören auch ländliche Räume und die frühe Werbung für Selbstständigkeit an Schulen.

 

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