Sommerserie startet mit der optimarl eSG
Die Schülergenossenschaft optimarl eSG verbindet nachhaltiges Wirtschaften mit unternehmerischem Lernen. Foto: optimarl eSG
Die Schülergenossenschaft optimarl eSG ist Teil der Initiative „Schülergenossenschaften – nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“, die sich aus drei deutschen Genossenschaftsverbänden zusammensetzt. Gemeinsam entwickeln die Jugendlichen nachhaltige Produkte, übernehmen Verantwortung und erleben wirtschaftliche Zusammenhänge ganz praktisch. Noch mehr Eindrücke, Stimmen und Bilder aus der Schülergenossenschaft gibt es in unserer Slideshow Eine Bühne fürs Besondere mit der optimarl eSG.
Wie entwickelt man ein eigenes Produkt? Wie kalkuliert man Preise, gestaltet Verpackungen, entwickelt Marketingideen oder plant Investitionen? In ihrer Schülergenossenschaft optimarl eSG am Gymnasium im Loekamp in Marl lernen Schülerinnen und Schüler all das nicht nur im Unterricht – sie erleben es in der Praxis.
Im Mittelpunkt steht der selbst entwickelte Eistee Optea: Für die Rezeptur nutzt die Schülergenossenschaft unter anderem schuleigenen Honig aus der Imkerei, verarbeitet gerettete und regionale Lebensmittel, setzt auf weniger Zucker und investiert ihre Gewinne wieder in Umweltprojekte der Schule. So verbinden die Jugendlichen wirtschaftliches Denken mit nachhaltigem Handeln.
Aus einer ersten Produktidee ist inzwischen eine lebendige Schülergenossenschaft geworden. Neben verschiedenen Optea-Sorten gehören heute auch Catering-Angebote und der Müsliriegel RIEGIL zum Sortiment. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Produkte, gestalten Logos, Werbematerialien und Social-Media-Inhalte, organisieren Verkaufsaktionen und treffen gemeinsam wirtschaftliche Entscheidungen. Jede neue Aufgabe eröffnet neue Lernchancen.
Ein wichtiger Entwicklungsschritt war der Ausbau der Produktion. Mit Unterstützung des Förderprojekts youstartN der Stiftung Bildung konnte die Schülergenossenschaft unter anderem in eine leistungsstärkere Saftpresse, Glasflaschen mit passenden Etiketten sowie eine Abfüllmaschine für Kronkorken investieren. So wird der Optea heute effizienter produziert und nachhaltig in Glasflaschen abgefüllt. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das zugleich, sich ganz praktisch mit Investitionen, Produktionsabläufen, Verpackung und Qualitätsmanagement auseinanderzusetzen.
Dass dieses Konzept überzeugt, belegen zahlreiche Auszeichnungen – darunter „Marls Beste 2025“, der 3. Platz beim Klimaschutzpreis 2025 sowie die Teilnahme am Bundesfinale in Berlin. Vor allem aber wächst die Schülergenossenschaft kontinuierlich weiter: Inzwischen engagieren sich mehr als 150 Schülerinnen und Schüler in der optimarl eSG und geben ihre Erfahrungen an jüngere Jahrgänge weiter.
Die optimarl eSG macht deutlich, dass aus einer guten Idee mehr entstehen kann als ein einzelnes Produkt. Mehr als 150 Schülerinnen und Schüler, zahlreiche Ideen und ein gemeinsames Ziel machen erlebbar, wie wirtschaftliches Denken, Nachhaltigkeit und Mitgestaltung zusammenfinden. Genau dafür gehört die optimarl eSG auf unsere Bühne fürs Besondere.