Startup-Strategie stärkt Entrepreneurship Education
Mit der neuen Startup- und Scaleup-Strategie setzt die Bundesregierung wichtige Impulse für den Innovationsstandort Deutschland. Mehr als 150 Maßnahmen sollen dazu beitragen, Gründungen zu erleichtern, Wachstumshemmnisse abzubauen und junge Unternehmen erfolgreicher beim Skalieren zu unterstützen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem bessere Finanzierungsbedingungen, weniger Bürokratie, ein stärkerer Transfer von Forschung in den Markt sowie die Gewinnung von Fachkräften.
Im Handlungsfeld „Bildung, Ausgründungen und Transfer“ benennt die Strategie Entrepreneurship Education ausdrücklich als wichtigen Baustein für die Innovationskraft Deutschlands. Ziel ist es, junge Menschen bereits in Schule und Hochschule für unternehmerisches Denken zu sensibilisieren und ihnen die Kompetenzen zu vermitteln, Ideen zu entwickeln und umzusetzen.
In diesem Zusammenhang hebt die Bundesregierung auch die Arbeit des bundesweiten Netzwerks Gründung in school hervor. Über die rund 30 Mitgliedsinitiativen werden bundesweit Schülerfirmen, Planspiele, Wettbewerbe, Hackathons, Projekttage und weitere praxisnahe Bildungsangebote ermöglicht. Ergänzt wird dieses Engagement durch Unterrichtsmaterialien sowie Fortbildungsangebote für Lehrkräfte.
Gitta Connemann, Vorsitzende des Initiativkreises Gründung in school und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie:
„Die Startup- und Scaleup-Strategie setzt ein wichtiges Zeichen. Gründergeist beginnt nicht erst im Beruf. Er wächst schon in der Schule. Dort entstehen Ideen. Dort lernen junge Menschen, Verantwortung zu übernehmen und Neues auszuprobieren.
Deshalb ist es gut, dass das bundesweite Netzwerk Gründung in School ausdrücklich Teil der Strategie ist. Damit wird auch der Einsatz der Mitgliedsinitiativen zu Recht anerkannt. Diese arbeiten seit Jahren für die Gründungskultur in Deutschland. Davon profitieren wir alle. Wer heute junge Menschen für Unternehmertum begeistert, stärkt den Innovationsstandort von morgen.“
Darüber hinaus appelliert die Bundesregierung an die Länder, Entrepreneurship Education stärker in Lehrplänen zu verankern und Gründerinnen und Gründer als Vorbilder sichtbarer in Schulen und Hochschulen einzubinden. Damit greift die Strategie zentrale Anliegen auf, für die sich das Netzwerk Gründung in school gemeinsam mit seinen Mitgliedsinitiativen seit vielen Jahren engagiert.
Die Aufnahme von Entrepreneurship Education in die Startup- und Scaleup-Strategie ist ein wichtiges bildungs- und wirtschaftspolitisches Signal. Sie macht deutlich: Innovationsfähigkeit beginnt nicht erst bei der Unternehmensgründung, sondern schon in der Schule. Wer junge Menschen früh ermutigt, Verantwortung zu übernehmen, kreativ Lösungen zu entwickeln und wirtschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, legt den Grundstein für die Gründerinnen und Gründer von morgen und stärkt zugleich Zukunftskompetenzen, die in allen Lebens- und Arbeitsbereichen gefragt sind.
Zur Startup- und Scaleup-Strategie der Bundesregierung